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Rückblick auf den Gedenktag 2025
Am 10. Mai 2025 stand Magdeburg ganz im Zeichen des Erinnerns und des Friedens. Der Tag begann um 9.55 Uhr mit einem ökumenischen Gebet in der Kathedralkirche St. Sebastian. Kathedralpfarrer Daniel Rudloff und Superintendent Stephan Hoenen gedachten gemeinsam mit den Teilnehmenden der Zerstörung Magdeburgs 1631 – begleitet von der [Hanse]Pfeyfferey und dem feierlichen Glockengeläut der Innenstadtkirchen.
mehr dazuRückblick auf den Gedenktag 2024
Am 10. Mai 2024 versammelten sich um 9:55 Uhr Gläubige verschiedener Konfessionen zum ökumenischen Gebet unter der Leitung von Kathedralpfarrer Daniel Rudloff (katholisch) und dem stellv. Superintendent Pfarrer Ronny Hillebrand (evangelisch). Begleitet wurde der Gottesdienst musikalisch durch die Magdeburger Stadtpfeyfferey auf historischen Instrumenten.
mehr dazuRückschau auf die Veranstaltung "Die Ermittlung"
Die stummen Stühle
Vor 60 Jahren erschien Peter Weiss' "Ermittlung", die den dokumentarischen Blick wagte auf den ersten Frankfurter Strafprozess um das hunderttausendfache Morden im Vernichtungslager Auschwitz. Zum Jahrestag seiner Befreiung zeigt[e] das Magdeburger Puppentheater unter der Regie von Holk Freytag jetzt eine außergewöhnliche Aufführung des Textes in der städtischen Johanniskirche.
Nachtkritik mehr dazuRückblick auf das Magdeburger Reformationsjubiläum
Kirchenreform von unten. In Magdeburg endet am 31. Oktober [2024] das 500. Jubiläum zur Reformation in der Stadt
Zum Abschluss wird am 31. Oktober noch einmal groß gefeiert: Mit einem festlichen Gottesdienst zum Reformationstag beendet der Evangelische Kirchenkreis Magdeburg das Festjahr zum 500. Jahrestag der Reformation in der Stadt. Gefeiert wird dort, wo Martin Luther (1483-1546) am 26. Juni 1524 dem evangelischen Glauben mit einer bahnbrechenden Predigt zum endgültigen Durchbruch verhalf: in der Johanniskirche. Die ist zwar heute kein Gotteshaus mehr, sondern ein städtischer Veranstaltungssaal, aber für einen Tag kehrt hier wieder religiöses Leben ein.
Evangelischer Pressedienst mehr dazuZeugen der Reformation und Zerstörung einer Stadt im Kulturhistorischen Museum Magdeburg
Die Gräuel des Krieges bewegen seit Jahrhunderten nicht nur ihre Zeitgenossen, sondern blieben in dem Gedächtnis von Bevölkerungen und Nationen fest verankert. Mit der katastrophalen Zerstörung der Stadt Magdeburg am 10./20. Mai 1631 kam es zu einem einschneidenden Ereignis innerhalb der Stadtgeschichte, welches über die Grenze des heutigen Sachsen-Anhalts hinaus ganz Europa bewegte. Die traumatische Episode muss vor dem Hintergrund der bis dato über 100-jährigen Reformationsgeschichte an der Elbe gesehen werden und wurde als Folge der Standhaftigkeit Magdeburgs in ihrem Kampf für den protestantischen Glauben verstanden.
Das Kulturhistorische Museum Magdeburg nahm dabei die 500. Wiederkehr der Predigten des Reformators Martin Luther im Juni 1524 zum Anlass, die Abteilung »Glaube und Krise. Magdeburg und die Reformation« neu zu gestalten. Beginnend mit den Ursprüngen der Reformation an der Elbe über die Belagerung der Stadt 1550/1551 bis hin zu ihrer Zerstörung im Mai 1631 vermittelt die neue Abteilung der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung »Magdeburg - Die Geschichte der Stadt« seit dem 17. Mai 2024 die schicksalhafte Geschichte Magdeburgs. Dabei widmet sich der dritte und letzte Raum (siehe Abbildung) ausschließlich dem Weg Magdeburgs bis zu den katastrophalen Ereignissen im Kontext des Dreißigjährigen Krieges. Der Schrecken über die Vernichtung einer großen und blühenden Stadt ging mit dem Wort magdeburgisieren dauerhaft in die kollektive Erinnerung ein.
Konzeptuell bringen verschiedene Exponate den Besucherinnen und Besuchern die Zeit vom Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges bis zur sogenannten »Magdeburger Bluthochzeit« sowie der damit später verbundenen Erinnerungskultur näher. Gestalterisch wird die Objektschau durch den gänzlich in Schwarz gestalteten Raum bestimmt, in dem die Zerstörung der Stadt symbolisiert werden soll. Waffen und Rüstungen zeugen von militärischen Auseinandersetzungen und dem starken Widerstand der Bürgerschaft. In welch bedrohlicher Situation sich die Stadt Anfang der 1630er befand - und sich dieser auch bewusst war - zeigt sich an einem besonderen Exponat der neuen Abteilung. Es handelt sich um einen Schatzfund, der im Zuge der sich zuspitzenden Situation Magdeburgs um 1630 vergraben wurde. Allerdings konnte dieser von seiner ursprünglichen Besitzerin oder seinem Besitzer nicht mehr ausgegraben werden, da bei der Eroberung Magdeburgs wenige Jahre später zwei Drittel der Bevölkerung ihr Leben verloren und die Stadt fast gänzlich zerstört wurde.
Als Zeugnisse der späteren Erinnerungskultur werden Gemälde des 19. Jahrhunderts präsentiert. Zwei von ihnen wurden 1831 im Zuge der Gedenkfeiern vom Magistrat in Auftrag gegeben. Von Stadtansichten und monumentalen Historiengemälde von Carl Hasenpflug oder Eduard Steinbrück, die das Grauen der Eroberung, der Plünderungen und der sexuellen Übergriffe der Soldaten veranschaulichen, bis hin zu einem Porträt des legendären Ersten Dompredigers Pastor Reinhard Bake verhandelt die neue Abteilung die Folgen kriegerischer Gewalt und ihrer Bewältigung. In dieser Zusammenstellung gedenken die neuen Räume nicht nur der 500-jährigen Reformationsgeschichte, sondern werfen gleichfalls den Blick auf die erschütternde Episode der Stadtgeschichte und geben eine Vorschau auf das 400-jährige Gedenkjahr der städtischen Zerstörung im Jahr 2031.

©Kulturhistorisches Museum Magdeburg, Foto: Charlen Christoph.
Talkreihe des Offenen Kanals Magdeburg - Folge 6
Unter dem Titel "1631-2031: Erinnern – Verstehen – Verändern" gibt eine Talkreihe des Offenen Kanals Magdeburg Einblicke in die aktuelle Arbeit des Kuratoriums.
In dieser Folge spricht Hardy Puls mit dem Archäologen Rainer Kuhn und dem Lehrer und Komponisten Axel Rose über die Zerstörung Magdeburg während des 30-jährigen Kriegs 1631.
Drucksache "Johanniskirche: Maßnahmen und Voraussetzungen zur Profilsichtung" durch den Stadtrat beschlossen
Der Stadtrat hat am 4. April 2024 die Drucksache "Johanniskirche: Maßnahmen und Voraussetzungen zur Profilsichtung" einstimmig beschlossen und lobte ausdrücklich die ehrenamtliche Arbeit des Kuratoriums in der Öffentlichkeit. Zuvor durchlief das Dokument verschiedene Beratungen (u.a. im Kulturausschuss am 20. März 2024). Vordergründig geht es um die erklärte Bereitschaft des Kuratoriums "Friedensforum Johanniskirche 1631-2031", profilstärkende Veranstaltungen und Formate im Benehmen mit der MVGM zu kuratieren. Im Rahmen der Neukonzeptionierung der bisherigen Ausstellungs- und raumbezogenen Präsentationssituation soll auch die Westvorhalle als ein zukünftiger Ort des Gedenkens an den 10. Mai 1631 einbezogen werden.
pdf von der Landeshauptstadt Magdeburg downloadenProjekteinreichung
Das Kuratorium Friedensforum Johanniskirche freut sich über Ihre Projekte im Rahmen der Dekade des Erinnerns bis zum Gedenktag 2031. Gern können Sie dieses Formular für die Projekteinreichung nutzen: www.netzwerk-freie-kultur.de/friedensforum-johanniskirche-1631-2031/
Tagung „Den Frieden gewonnen? Städte nach 1648 im Vergleich“ in Münster
Im Rahmen der Tagung „Den Frieden gewonnen? Städte nach 1648 im Vergleich“ wird Prof. Dr. Christoph Volkmar, Direktor des Stadtarchivs Magdeburg, am 28.09.2023 einen Vortrag mit dem Titel "Wie Magdeburg einmal den Frieden gewann und zweimal verlor" halten.
mehr auf uni-muenster.deAnfrage des Stadtrats Olaf Meister
Die Stadtverwaltung Magdeburgs beantwortet eine Anfrage des Stadtrats Olaf Meister (Franktion GRÜNE/future!) zu den geplanten Maßnahmen in Hinlenkung auf das Gedenken zum 400. Jahrestag 2031 umfangreich und verweist dabei auf die Arbeit des Kuratoriums.
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